Tourismusinformation Kirchbach
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Wo Wanderlust den Ton angibt
In Kärntens Naturarena, im Schnittpunkt von Italien und Slowenien, gibt grenzenlose Wanderlust den Ton an. Mehrtägige Trekkingtouren stehen ebenso auf dem Programm wie Reisen in die Erdgeschichte oder Ausflüge zum Nachbarn. Weitwanderer finden ihr Glück auf dem Karnischen Höhenweg: Mit einem Fuß in Italien, dem anderen in Österreich geht es über 150 Kilometer Schritt für Schritt quer durch Kärntens Naturarena. Die Traumroute, die auf dem Kamm der Karnischen Alpen verläuft und damit dem italienisch-österreichischen Grenzverlauf folgt, führt von Sillian in Osttirol über den Plöckenpass und das Nassfeld bis nach Arnoldstein. Insgesamt sind für die gesamte Strecke acht bis elf Tagesetappen zu veranschlagen. Weitwanderer, die die Tour verkürzen wollen, wählen beliebig aus vielen „Zubringersteigen“ aus dem Gailtal und Lesachtal. Elf Hütten säumen den Weg und bieten den Wanderern Kost und Logis.Zwischen Dolomiten und Hohen Tauern
Unterwegs öffnet sich der Blick auf die Dreitausender der Hohen Tauern und die imposanten Gipfel der Dolomiten. Immer wieder begegnen die Bergfreunde stillen Bergseen wie dem Wolayer- oder dem Zollnersee – reizvoll eingebettet in das hochalpine Gelände. Im Bereich des Plöckenpasses erinnern dem Wanderer Relikte aus dem Ersten Weltkrieg wie verrosteter Stacheldraht, Bunker, Stellungen oder ein Soldatenfriedhof an die einst erbitterten Kämpfe in der Region. Als Zeichen der heutigen Verbundenheit der beiden Länder heißt der Karnische Höhenweg auch „Friedensweg“.
Auf der nördlichen Seite des Gailtals findet sich das sanfte Gegenstück zum Karnischen Höhenweg: der Gailtaler Höhenweg. Von Maria Luggau im Lesachtal aus, lässt sich eine fünf- oder siebentägige Trekkingtour mit einem Bergführer über den Gailtaler Höhenweg buchen. Während die Gäste von Naturschönheit zu Naturschönheit spazieren, wird ihr Gepäck zur nächsten Unterkunft transportiert. Auf der Tour erfreuen zum Beispiel die Orchideen- und Lilienwiesen des Mussenstocks bei Kötschach-Mauthen das Auge. Der „Blumenberg“ ist Heimat von über 500 Pflanzenarten, darunter auch botanische Raritäten wie die Paradies- und die Trichterlilie.
Grenzüberschreitend immer dem Käse nach
Auf den Gailtaler Almen in den Karnischen Alpen – hautnah an der Grenze zum italienischen Friaul – treffen zwei Kulturen aufeinander, die der Käsegenuss eint: Auf dem grenzüberschreitenden Käserundwanderweg – der Via delle Malghe (Almenweg) – lässt es sich gemütlich die Almsennereien abklappern. Käsegenießer pendeln dabei zwischen Friaul und Kärnten. Auf den österreichischen Almen produzieren die Bauern den würzigen Gailtaler Almkäse, vielfach prämiert und mit dem Prädikat „geschützte Ursprungsbezeichnung der EU“ ausgezeichnet. Die Senner verarbeiten täglich die frische Kuhmilch zu Käse und lassen Besucher gerne einen Blick in den Käsekessel oder ins Käselager werfen. Für den gesamten Rundweg sind etwa sechs Stunden einzuplanen, einige Hütten bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten an.
Der Erdgeschichte auf der Spur
Weite Teile von Kärntens Naturarena liegen im GeoPark Karnische Alpen, der Wanderern spannende Einblicke in 500 Mio. Jahre Erdgeschichte liefert. Die an Fossilien reiche Gesteinswelt können Gäste etwa am Geotrail am Nassfeld beobachten, der sich von der Watschiger Alm aus im Bereich des mächtigen Gartnerkofels erschließt. Auf dem Rundkurs (etwa fünf Kilometer) werfen die Wanderer zum Beispiel einen Blick auf Gesteinsschichten mit versteinerten Armfüßlern, auf die fossilen Reste von Farnblättern und andere Zeugen vergangenen Lebens. Wer im Juni und Juli dort über die Almen steigt, erlebt die blaue Blüte der Wulfenia, ein botanisches Relikt aus der Eiszeit, das nur in den Karnischen Alpen und am Himalaya wächst.
Die malerische Garnitzenklamm, ebenfalls ein ausgewiesener Geotrail, bietet neben ihren tosenden Wasserfällen und türkisblauen Strudeltöpfen ein abwechslungsreiches Schauspiel von bunt gefärbten Gesteinsschichten, die das Wasser auf seinem Weg durch den Fels freilegte. Auf der sechs Kilometer langen Strecke findet sich Gestein, das noch in der Urerdzeit, dem Ordoviz, entstand. Für die Klammwanderung inklusive Retourweg sind rund vier Stunden zu veranschlagen.
Lesachtal – Endstation Sehnsucht der Bergfreunde
Vielfach ausgezeichnet als „schönstes Hochtal der Alpen“, als „Europas naturbelassenstes und umweltfreundlichstes Tal“ und als „Landschaft des Jahres“ präsentiert sich das Lesachtal an der Grenze zu Italien als „Endstation Sehnsucht“ für Freunde des Bergsports und Menschen, die abseits des Massentourismus das Unverfälschte suchen. 300 Kilometer markierte Wanderwege in den Karnischen Alpen, den Lienzer Dolomiten und den Gailtaler Alpen führen bis auf 2.700 Meter Seehöhe hinauf. Gipfelstürmer und Genusswanderer dürfen im Lesachtal nicht nur authentische Kärntner Gastlichkeit, sondern auch perfekten Service erwarten: In ausgewählten Häusern liegt Ausrüstung für spontan Entschlossene bereit. Und wenn die Waden zu streiken beginnen, bietet sich das Wandertaxi für den bequemen Rücktransport an.
Auf dem Marienpilgerweg
Wer innere Einkehr sucht, begibt sich auf den Marienpilgerweg, der im Lavanttal in Kärnten seinen Ausgang nimmt und durch das Gail- und Lesachtal führt. Die 266 Kilometer lange Route verbindet die schönsten Marienkirchen Kärntens und endet bei der Wallfahrtskirche Maria Schnee mit angrenzendem Servitenkloster in Maria Luggau im Lesachtal.

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Wandern

Dieses Projekt wird von der europäischen Union, dem BMWA und dem Land Kärnten kofinanziert